Impulse

Publikationen

Hahn, Hans Peter und Friedemann Neumann (Hrsg.) (2019)

Das neue Zuhause. Haushalt und Alltag nach der Migration. Frankfurt: Campus.

Neumann, Friedemann (2019)

‚‚Kein Läufer, kein Balkon. Eine Phänomenologie des Ankommens in einer (post‐)migrantischen Gesellschaft‘‘. In H. P. Hahn & F. Neumann (Hrsg.), Das neue Zuhause. Haushalt und Alltag nach der Migration. Frankfurt: Campus, S. 141-158.

Neumann, Friedemann und Hans Peter Hahn (2019)

"Between Things. Situating (Post-)Migration and Material Culture in Social Space." In M. Halatcheva-Trapp, G. Montanari, & T. Schlinzig (Hrsg.), Family and Space. Rethinking Family Theory and Empirical Approaches, London: Routledge/Taylor & Francis, S. 34-45..

Neumann, Friedemann (2018)

‚‚Materialität − Referenz − Rhythmus. Einschreibungen, Brüche und Verschiebungen des transkulturellen Alltags‘‘. In H. P. Hahn & F. Neumann (Hrsg.), Dinge als Herausforderung. Bielefeld: transcript, S. 33-48 (open access).

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Inspirationen

Immigration Museum Melbourne

Australien hat eine lange und komplexe Migrationsgeschichte. Mit dieser und der daraus resultierenden Diversität der australischen Gesellschaft beschäftigt sich seit 1998 das Immigration Museum in Melbourne. Neben den Ausstellungen wie ‚‚Immigrant Stories and Timeline‘‘ oder ‚‚Identity: yours, mine, ours‘‘, organisiert das Museum unterschiedlichste Aktivitäten, an denen die Besucher*innen teilnehmen können. Die Aktivitäten entstehen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren: Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und den Menschen vor Ort. Aus dem Projekt mit der Schriftstellerin und Kulturhistorikerin Maria Tumarkin und sound artis Thembi Soddell entstand ‚‚The Unending Absence‘‘ eine inspirierende Reihe an Audio-Clips aus der Perspektive von Migrant*innen.

Eigensinn im Bruderland

Diese Webdokumentation informiert über die Geschichten von Migrant*innen, die über verschiedene Wege in die DDR gekommen sind. In Videoclips erzählen Menschen aus Äthiopien, Vietnam, Chile, Mosambik und der Türkei von ihren Erfahrungen im sozialistischen Bruderstaat. Die Hintergründe der Migration in die DDR werden durch Einführungstexte, Akten der DDR-Behörden und Bilder erläutert. Die Webdokumentation vermittelt durch die Verwendung dieser unterschiedlichen Quellen ein vielschichtiges Bild von der Migration in die DDR.

Die Webdokumentation "Eigensinn im Bruderland" finden sie hier.

Camps, Ruinen und die visuelle Repräsentation der "Flüchtlingskrise"

In diesem spannenden, teils persönlichen Fotoessay befassen sich der Ethnologe Dimitris Dalakoglou und der Fotograf Yannis Ziindrilis mit den ethischen Schwierigkeiten, die eine visuelle Repräsentation der sogenannten ‚‚Flüchtlingskrise‘‘ mit sich bringt. Sie fragen, wie Wissenschaftler*innen durch ihre Arbeit Repräsentationen von Geflüchteten schaffen können, die den vorherrschend widersprechen, welche (Flucht-)Migration vor allem als Bedrohung darstellen. Dalakoglou und Ziindrilis wählen das Medium des Fotoessays, einer Kombination von Text und Bild, um die ‚‚Flüchtlingskrise‘‘ darzustellen und diese direkt mit der politischen und wirtschaftlichen Krise Europas in den frühen 2000ern in Verbindung zu bringen. In den Fotos wird die Materialität der beiden ‚‚Krisen‘‘ gemeinsam abgebildet – die Ruinen der politischen und wirtschaftlichen Krise und die Flüchtlingslager – und somit das Argument der Autoren, dass die ‚‚Flüchtlingskrise‘‘ ein Ausdruck der politischen und wirtschaftlichen Krise Europas ist, visualisiert. Hier geht es zum Fotoessay.

Ausstellungsrezension von "Migration bewegt die Stadt. Perspektiven wechseln" im Münchner Stadtmuseum

München war und ist Einwanderungsstadt. Aus dieser Perspektive erforschen seit 2015 das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München gemeinsam die Geschichte und Gegenwart der bayerischen Landeshauptstadt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart. Die Ausstellung ist vom 21. September 2018 bis zum 29. Dezember 2019 zu sehen. Der an der Justus-Liebig-Universität Gießen promovierende Historiker und Migrationsforscher Francesco Vizzarri hat die Ausstellung besucht und bespricht sie auf hsozkult wort- und bilderreich. Abschließend benennt er ihr zentrales Element: Durch de-ethnisierende und transkulturelle Ansätze sei die Ausstellung keine 'xenologische' Präsentation von Gegenständen, kein Teil eines Museums, das ein Ort des Wissens und des Diskurses über andere sein will. Vielmehr sei sie als Labor, als 'sozialer Ort' der Begegnung und Diskussion gedacht, als Ort der Inklusion und nicht nur der (reinen) Integration, wo man in einem wahrhaft 'post-migratorischen' Sinne (nach)denken und voneinander lernen könne. Hier gehts zur Rezension.

Rezension zu Leora Auslander und Tara Zahra: "Objects of War. The Material Culture of Conflict and Displacement"

Welchen spezifischen Zugang zur Vergangenheit ermöglichen Objekte? Welche vergangenen Begebenheiten können sie bezeugen? Wie unterscheidet sich der Aussage-Inhalt materieller Objekte von demjenigen, den Schrift- oder Bildzeugnisse vermitteln? Die Historikerinnen Leora Auslander und Tara Zahra folgen als Herausgeberinnen dem Anspruch, Vergangenheit und Wege der Überlieferung mit objektbasierten Herangehensweisen zu erkunden. Erschienen bei Cornell University Press.

Dr. Lisa Regazzoni vom Historischen Seminar der Universität Frankfurt hat den Sammelband für hsozkult rezensiert. Besonders nachvollziehbar erlaubt die Autorin einen Einblick in die drei Themenschwerpunkte des Buches, die die Bewegung von Objekten in verschiedenen Gewaltkontexten analysieren und bietet drei Lesarten an. Dabei betrachtet sie die Thesen der Autor*innen kritisch und stellt dennoch fest, dass die Publikation einen wichtigen und vielseitigen Beitrag leistet. Hier gehts zur Rezension.
(Bildquelle).

Rezension zu Tim Wolfgarten: "Zur Repräsentation der Anderen"

Was wird über Bilder in Themenausstellungen zu Migration inhaltlich vermittelt und welche Affekte werden über die formale Bildgestaltung aufgerufen? Das sind die zwei zentralen Leitfragen der Studie, für die insgesamt 814 Ausstellungen erhoben wurden. Erschienen im transcript Verlag. Violetta Rudolf vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam hat die Dissertation, eine erziehungswissenschaftliche Studie, für hsozkult umfassend rezensiert. Ihr Text bietet einen fundierten Einblick und lässt erahnen, dass das vorgestellte Buch auch für fachfremde Lesende eine Bereicherung ist. Hier gehts zur Rezension.

Neuerscheinung: Elena Höpfner: "Menschen auf der Flucht und die Bedeutung ihrer Dinge"

Im Rahmen einer qualitativen Studie entwickelt Elena Höpfner nach offenen Interviews mit geflüchteten Menschen eine gegenstandsbezogene Theorie im doppelten Sinne. Sie untersucht, welche Dinge Menschen mit auf die Flucht nehmen und welche Rolle diese Dinge für die Flüchtenden spielen. Erschienen bei Springer VS. Hier gehts zum Inhalt.

Neuer Text von Manuela Bojadžijev und Regina Römhild: "Was kommt nach dem »transnational turn«? Perspektiven für eine kritische Migrationsforschung!"

Kritische Migrationsforschung, muss, so das Berliner Labor Migration, mit einer Kritik der Migrantologie und der von ihr geprägten Kategorien beginnen: Kategorien, die in den authentisch gehaltenen Geschichten der Wissenschaft re/produziert werden und das politische Branding der Bevölkerung nach ethnischen, religiösen oder kulturellen Identitäten erst ermöglichen. Die Autorinnen fordern eine radikale Kritik und werfen gleichzeitig die Frage auf, was von der Migrationsforschung bleibe, wenn jene Kategorien verworfen werden. Die BERLINER BLÄTTER erscheinen im Panama-Verlag. Hier gehts zur Ausgabe 65/2014.

Das interdisziplinäre und kollaborative Projekt "Sharing Stories. Dinge Sprechen."

Das Projekt ‚‚Sharing Stories. Dinge sprechen‘‘, das von 2015-2017 am Welt Museum Wien angesiedelt war, hat es sich zur Aufgabe gemacht, partizipativ neue Formen des musealen Sammelns zu erproben und bisherige Sammlungspraxen etablierter Institutionen zu hinterfragen. Ziel war es zum einen die Dinge zum Sprechen zu bringen, zum anderen diese Dinggeschichten zu teilen. So sollten Debatten die lediglich ‚‚Andersartigkeiten‘‘ betonen durch Perspektiven auf materielle, diverse und transkulturelle Bezüge dialogisch unterlaufen werden. Die Vielfältigkeit der Bezüge zu den Dingen spiegelt letzten Endes auch die Vielfältigkeit und Komplexität von Gesellschaften wieder, wie dieses Projekt anhand von zahlreichen Objektgeschichten verdeutlicht.

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Diskussionen

Kann Technologie das Leben von Geflüchteten verändern?

In ihrem Artikel nimmt Elizabeth Cullen Dunn IKEAS "Better Shelter" Initiative als Ausganspunkt, um permanente Verbesserungen der Situation von Geflüchteten weltweit zu fordern. Sie argumentiert, dass die fundamentalen Probleme von Flüchtlingslagern politischer und nicht technologischer Natur sind. Aus diesem Grund müssen politische Lösungen gefunden werden, die die Menschen aus den Lagern holen und in permanente Häuser, Vollzeitbeschäftigung und ein neues Leben führen. Der komplette Artikel kann hier gelesen werden.

Wie lassen sich mobile Dinge untersuchen und begrifflich fassen?

Diese Frage diskutierte unser Mitarbeiter Friedemann Yi-Neumann am 11. November 2019 an der FH St. Pölten mit Wissenschaftler*innen des Projektes "Mobile Dinge, Menschen und Ideen" sowie Hans Peter Hahn von der Universität Frankfurt. Weitere Informationen zum Workshop erfahren Sie im Bericht. Außerdem finden sie hier Friedemann Yi-Neumanns Handout.